Heimatpflege

POETISCHER HERBST 2010

Bekannt aus Film und Fernsehen…
Das Dachauer Land auf Leinwand und Mattscheibe

Veranstalter: Landkreis Dachau

Idee und künstlerische Leitung:
Dr. Norbert Göttler, Kreisheimatpfleger

Organisation: Dachauer Forum e.V.



Dr. Norbert Göttler

Grußwort

Bilder machen Wirklichkeit! In unserer Mediengesellschaft werden Landschaften und Städte so wahrgenommen, wie sie in bewegten Bildern, in Film und Fernsehen, präsentiert werden. Das Dachauer Land steht seit langem im Brennpunkt filmischer Aufmerksamkeit. Landschaftliche Schönheit und kulturgeschichtliche Bedeutung, menschliche Charaktere und Schicksale, aber auch die Abgründe der deutschen Geschichte, sie werden Jahr für Jahr von Kulturschaffenden aller Art auf Leinwand und Mattscheibe gebannt.

Dachau und sein Umland sind aber auch zum Wohn- und Schaffensort zahlreicher Regisseure, Schauspieler und Kameraleute geworden. Einige von ihnen kann man beim diesjährigen „Poetischen Herbst 2010“ persönlich kennen lernen. Dazu gibt es Filmausschnitte, Filmmusik, Fachgespräche und vieles mehr…

Poetischer Herbst Dachau 2010
© www.leporello-company.de
Wir wünschen allen Besucherinnen und Besuchern spannende und unterhaltsame Stunden!

Hansjörg Christmann
Landrat    
Dr. Norbert Göttler
Kreisheimatpfleger


Von der „Besten Gegend“ zum „Räuber Kneißl“
Freitag, 8. Oktober, 19.30 Uhr, Kapplersaal Altomünster
Von der „Besten Gegend“ zum „Räuber Kneißl“
Marcus H. Rosenmüller und seine Stoffe aus dem Dachauer Hinterland

Wie kaum ein anderer zeitgenössischer Regisseur hat es Marcus H.Rosenmüller verstanden, die Seele des Dachauer Landlebens zum Klingen zu bringen. Doch was wäre ein Filmemacher ohne Drehbuch und Hauptdarsteller? Deshalb kann man im historischen Altmünsterer Kapplersaal die Drehbuchautorin Karin Michalke aus Tandern und die Schauspielerin Anna Maria Sturm kennen lernen. Dazu jede Menge Filmausschnitte, sowie Filmmusik von Hans Blume und Robert Scheingraber. 


Hausmeisterin, Liesl Karlstadt, Tatort-Star…
© Ines Feddersen
Samstag, 9. Oktober, 19.30 Uhr, Gemäldegalerie Dachau
Hausmeisterin, Liesl Karlstadt, Tatort-Star…
Die Schauspielerin Bettina Redlich aus Haimhausen

Ob als Tochter Christa in der Erfolgsserie „Die Hausmeisterin“, als Liesl Karstadt in Jo Baiers Valentin-Biographie, ob als Tatort-Star oder als Schauspielerin in so berühmten Filmen wie „Der Untergang“ oder „Nirgendwo in Afrika“ – wohl jeder hat die vielseitige Schauspielerin Bettina Redlich bereits in irgendeiner Rolle wahrgenommen. Dass sie seit vielen Jahren mit ihrer Familie in Haimhausen wohnt, ist indes nur wenigen bekannt. Beim „Poetischen Herbst“ kann man sie und ihre Arbeit „live“ erleben. Das Ganze garniert mit Filmmusik vom Feinsten!


Walstimmen. Gesänge und Rufe aus der Tiefe
Dienstag, 12. Oktober, 19.30 Uhr, Alter Pfarrhof Arnbach
Walstimmen. Gesänge und Rufe aus der Tiefe
Der Meeresfilmer Dr.Wolfgang Tins aus Arnbach

Er hat gleich mehrere ungewöhnliche Leidenschaften zum Beruf gemacht: Tauchen, Tiefseebiologie und Filmen! Die Rede ist vom Dr.Wolfgang Tins aus Arnbach, der sich mit Meeresfilmen und Naturdokumentationen einen Namen gemacht hat. Mit seinem Beitrag „Walstimmen. Gesänge und Rufe aus der Tiefe“, den er beim „Poetischen Herbst“ präsentieren wird, hat er ein neues Kapitel in der Erforschung der geheimnisvollen Meeressäugetiere aufgeschlagen.


Der weiße Rabe: Max Mannheimer

Freitag, 15. Oktober, 19.30 Uhr, Jugendgästehaus Dachau
Der weiße Rabe: Max Mannheimer
Ein Filmporträt von Carolin Otto

Wie kaum ein anderer hat sich der ehemalige KZ-Häftling Max Mannheimer um  Aufarbeitung seiner Erfahrungen im Dritten Reich und um Versöhnung zwischen Juden und Deutschen bemüht. Regisseurin Carolin Otto hat Mannheimer über lange Zeit mit ihrer Kamera begleitet und ein packendes Filmporträt von ihm geschaffen. Nach der Präsentation ihres Films „Der weiße Rabe“ stehen Max Mannheimer, Regisseurin Carolin Otto und Gedenkstättenleiterin Dr.Gabriele Hammermann für Gespräche zur Verfügung.


Samstag, 16. Oktober, 19.30 Uhr, Ludwig-Thoma-Wirtshaus „Freudenhaus“, Kleinberghofen
„Ein Maulvoll Milieu nehmen…“
„Ein Maulvoll Milieu nehmen…“
© Stadtbibliothek
München
Kurt Wilhelms Thoma-Verfilmungen im Dachauer Land

Seine wichtigsten Werke ließ Ludwig Thoma im Dachauer Land spielen - eine Region, die ihm zeitlebens Stoff und Inspiration geboten hat. Kurt Wilhelm hat in den 80er Jahren mehrere von Thomas Werken verfilmt, wobei ihm zahlreiche Dachauer Bürgerinnen und Bürger vor und hinter der Kamera zur Seite standen. Nach einigen Einblicken in Filme wie „Hochzeit“, „Andreas Vöst“ oder „Ruepp“ erzählen damalige Mitwirkende – von Hedi Heres und Franz Eder bis zu Karin Banik über ihre Erinnerungen. Sigi Bradl und seine Musikanten sorgen für die musikalische Würze. Selbstverständlich spielt sich das Ganze in Ludwig Thomas Stammwirtschaft in Kleinberghofen ab.


Sonntag, 17. Oktober, 11 Uhr (Matinée), Café Teufelhart, Dachau
„Dahoam is Dahoam!“
„Dahoam is Dahoam!“
© Bayer. Rundfunk/
Marco Orlando Pichler
Volksstück, Daily, Quotenrenner?

Die in Dachau produzierte „Daily“ „Dahoam is Dahoam“ hat dem Bayerischen Fernsehen einen Quotenrenner ersten Ranges eingebracht. Bietet diese Darstellungsform eine Möglichkeit, bayerische Lebensart überregional zu präsentieren? Oder ist sie eine flache Karikatur bayerischer Identität, wie Kritiker einwenden? Nach einigen Filmausschnitten stellen sich Verantwortliche der Serie den Fragen des Publikums. Mit dabei auch Martin Wölzmüller, Geschäftsführer des Landesvereins für Heimatpflege.


Freitag, 22. Oktober, 19.30 Uhr, Alte Malztenne Odelzhausen-Taxa
„Klappe! Die Vierte…“
Dachauer Amateurfilmer und ihre Werke
„Klappe! Die Vierte…“

Der Umgang mit Kamera und Stativ fasziniert Profis wie Amateure gleichermaßen. In der Alten Malztenne von Odelzhausen kann man bei stimmungsvoller Filmmusik einigen Dachauer Freizeitregisseuren über die Schulter blicken. Über Ludwig Ernsts „Lokalbahn“ und Dieter Hentzschels „Dachauer Bauernhöfe“ kann genauso diskutiert werden, wie über das gemeinsame Heimatfilmprojekt Dachauer Jugendlicher mit der griechischen Kamerafrau Irini Karistianou.


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Dachauer Forum
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